Dachau-Fahrt der 9. Klassen

Am Dienstag, den 17. März 2015 unternahmen die vier 9. Klassen des St.-Gotthard-Gymnasiums Niederalteich im Rahmen des Geschichtsunterrichts eine Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Dachau.

Nach der Anwesenheitskontrolle an der Schule fuhren wir mit unseren Lehrern Herrn Lehner, Herrn Leuchtner, Herrn Grimm und Frau Freundorfer ungefähr zwei Stunden mit dem Bus nach Dachau. Als wir kurz vor 10 Uhr das Gelände der Gedenkstätte erreichten, erwarteten uns bereits Lehrkräfte des Effner-Gymnasiums, die unsere Führungen über das Gelände leiteten, am sogenannten Appellplatz. Dort wurden wir zunächst darüber informiert, was die Häftlinge bei ihrer Ankunft erwartete. Sie mussten ihren ganzen Besitz und auch persönliche Gegenstände wie Fotos abgeben und erhielten eine Nummer zugeteilt, mit der sie künftig – anstatt mit Namen – angesprochen wurden. Dadurch wurde der Einzelne Teil der großen Masse und verlor an Identität. Die Häftlinge mussten tagaus, tagein mehrmals am Tag am Appellplatz antreten und zum Teil stundenlang bei widrigen Temperaturen ausharren. Da es am Exkursionstag relativ kalt und windig war, sodass manche von uns in ihrer Winterkleidung froren, kamen wir zu der Überlegung, wie kalt es dann für die Gefangenen in ihrer dünnen KZ-Kleidung gewesen sein musste.

Eine weitere Station der Führung war die Häftlingsbaracke, die eigentlich für 200 Mann ausgelegt war. Oft musste eine solche Baracke aber 2000 Menschen fassen, was uns die drastischen Lebensumstände in einem solchen Lager noch deutlicher vor Augen führte. Bei der Besichtigung des Krematoriums stand uns das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Als wir dann durch das angebliche Brausebad gingen, herrschte einmal mehr eine gedrückte, beklommene Stimmung und uns wurde die entsetzliche Grausamkeit dieses Ortes bewusst. Im Anschluss an die Führung schauten wir in der Gruppe im ehemaligen Wirtschaftsgebäude einen Film mit Informationen über das Dritte Reich, dessen Umgang mit ‚Regimefeinden', Juden und anderen missliebigen Personen und über das Konzentrationslager Dachau an. Im Anschluss daran hatten wir noch gut eine Stunde Zeit, um die interessante Ausstellung (unter anderem mit Originalgegenständen, Fotos, Zeichnungen und persönlichen Unterlagen der Häftlinge) und den Bunker auf eigene Faust zu erkunden.

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