Exkursion der 9. Klassen zur KZ-Gedenkstätte Dachau, 16. Mai 2017

„Machtergreifung“, „Gleichschaltung“, „Ideologie“, „Gewaltherrschaft“, „Demütigung“, „Unterdrückung“ und „Umgang mit Gegnern des Regimes“ waren unter anderem die Themen, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler im Geschichtsunterricht befasst hatten, bevor sie im Rahmen einer Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Dachau aufbrachen, um sich vor Ort vom Häftlingsleben und -sterben ein Bild zu machen.

Gleich nach der Ankunft wurden die Jugendlichen nebst den begleitenden Lehrkräften Sr. Gratia Rotter, Tobias Leuchtner, Robert Lehner und Stephan Mittermeier in Gruppen eingeteilt.

Lehrkräfte des Dachauer Effner – Gymnasiums, die in der Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers den Führungsdienst ausüben, führten dann über das Gelände, erzählten anschaulich über die Zeit des Nationalsozialismus, erläuterten den Aufbau, die Belegung und auch die Nutzung der jeweiligen Gebäude sowie den Häftlingsalltag und stellten sich darüber hinaus den Fragen der Jugendlichen. Im Anschluss daran folgte ein erschütternder Film, durch den die Gedenkstättenverwaltung über den historischen Ort unsäglicher Grausamkeiten informieren und die Besucher zu angemessenem Verhalten mahnen will.

Als letzten Programmpunkt hatten die Neuntklässler noch die Möglichkeit, die angeschlossene Ausstellung mit ihren zahlreichen Dokumenten und Originalgegenständen der ehemaligen Häftlinge (z. B. Fotos, Kleidung, Briefe, Essgeschirr) zu erkunden. Die vielen Häftlingsschicksale, die häufig mit Angaben zu Alter, Herkunft, Werdegang, „Vergehen“ usw. versehen sind, ließen vergangene Wirklichkeit aufleben und gaben diesem finstersten Teil der Deutschen Geschichte ein Gesicht.

 

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