Schülerpraktikum in Chemie an der Uni Regensburg

Auch in diesem Schuljahr hatten vier Schülerinnen und Schüler der Q 12, Caroline Barthmann, Franziska Schweizer, Alfons Eder und Johann Hartmann, Gelegenheit an einem zweitägigen Schülerpraktikum des JungChemikerForums der Uni Regensburg teilzunehmen.

Alfons Eder berichtet vom diesjährigen Praktikum:

Am Montag, den 30.9.2013, treffen sich im Chemietrakt im Hörsaal 46 der Universität Regensburg 78 Schülerinnen und Schüler aus vielen verschiedenen Gymnasien zur Sicherheitsunterweisung für ihr anstehendes Chemiepraktikum. Je nach ausgewählten Experimenten werden sie in Vierer- bzw. Dreiergruppen eingeteilt. Jede Gruppe erhält einen „Assistenten", einen Chemiestudenten, der ehrenamtlich die Chemieinteressierten betreut. Jeder durfte eigenständig „werkeln" und sobald Fragen bezüglich Chemikalien, Konzentrationen und Geräten wie z.B. dem Büchnertrichter auftauchten, waren die motivierten und kompetenten Chemiestudenten zur Stelle und halfen.

Ein Skript wurde im Vorhinein an jeden Praktikanten ausgehändigt, damit sich diese bezüglich ihrer Versuche informieren konnten. Aus dem ersten Versuchsblock beispielsweise war nur ein Experiment auszuwählen, aus den übrigen zwei noch weitere. Die Wahl unserer Gruppe viel auf die Siliciumgewinnung, wahrscheinlich wegen der im Skript versprochenen 2500°C Reaktionstemperatur. Nach Vermischen des Aluminiumpulvers mit dem Schwefel und Sand wurde das gelb-graue Gemisch mit einer Zündmischung außerhalb des Gebäudes zur Reaktion gebracht. Mit weiß-blauer Flamme und Gasentwicklung war die spektakuläre Reaktion auch schnell wieder vorbei. Die gewonnene Schlacke wurde vorsichtig mit konzentrierter Salzsäure ausgewaschen, bis die schwarz-blauen Siliciumkristalle aus der schlammigen Lösung entfernt werden konnten.

Auch der Versuch mit Ferrofluiden (=magnetische Flüssigkeiten) gelang, was nicht nur die betreuenden Studenten überraschte. Mit Supra-Magneten konnte man die Flüssigkeit entlang des Becherglases wandern lassen.

Andere Gruppen durften aus einfachen Chemikalien komplexe pharmazeutisch wirksame Stoffe wie z.B. Aspirin herstellen, wobei mehrere Zwischenschritte den Versuch wesentlich zeitaufwändiger, aber nicht weniger interessant machten.

Insgesamt wurden über 25 Hauptexperimente angeboten und noch viele kleine für diejenigen, die vor der Zeit fertig wurden. Auch ein kleines Kaffeekränzchen wurde veranstaltet, bei dem sich zunächst die Doktoranten und später sogar die Professoren zeigten.Am Ende des zweitägigen Praktikums hatte jede Gruppe mindestens vier verschiedene Stoffe synthetisiert.

Fazit: Wir haben viel gelernt, durften „Uniluft" schnuppern und Spaß hat es auch noch gemacht.

jungchemiker 2013 1

 

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