Schülerpraktikum des JungChemikerForums der Uni Regensburg

Alljährlich bietet die Universität Regensburg interessierten Schülerinnen und Schülern des Sankt-Gotthard-Gymnasiums Niederalteich im Rahmen eines Schülerpraktikums die Gelegenheit, selbst chemische Versuche durchzuführen und damit Chemie an einer Universität hautnah zu erleben.

Vom diesjährigen Praktikum berichtet Leo Bamann aus der Q 12:

"Am 24. und 25. September habe ich mit ca. 60 anderen Schülerinnen und Schülern am 13. Chemie-Schülerpraktikum an der Uni Regensburg teilgenommen. Im Vorfeld wurde ein Praktikumsskript verschickt, in dem alle Versuche beschrieben waren. Aus 15 möglichen Versuchen durfte man 4 auswählen.

Gleich bei der Anmeldung im Gebäude der Chemie und Pharmazie bekam man sein Namensschild und wurde in die zugehörige Gruppe eingeteilt. Nach der Studieninformation, bei der die 3 verschiedenen Richtungen (Lehramt, allg. Chemie und medizinische Chemie) kurz und präzise vorgestellt wurden, fand die Sicherheitsunterweisung durch die Praktikumsleiterin Eva-Marie Rummel statt. Danach wurden den Gruppen, die jeweils aus 4 Teilnehmern bestanden, die Assistenten zugeteilt, die allesamt selbst Studenten sind.

Am Vormittag wurden nun die ersten Versuche durchgeführt. In meinem Fall war dies die Darstellung von Acetyl-Salicysäure, besser bekannt unter dem Markennamen "Aspirin". Danach stellten wir Acetatgläser her und versuchten diese anschließend unter weiterer Hitzezufuhr mithilfe von Cobalt zu färben, was allerdings nicht gut gelang. Die gesamte Masse wurde schwarz und verbrannte. Hierbei lernten wir die, laut Aussage unserer Assistentin, wichtigste Regel im Chemie-Studium: Man putzt länger, als man experimentiert. Da alle Glasbehälter im ursprünglichen Zustand zurückgegeben werden mussten, war es nötig, mithilfe von Wasser, Spülmittel, Scheuermilch und Aceton alle Verunreinigungen zu beseitigen.

Beim Mittagessen in der Uni-Pizzeria hatte ich dann Gelegenheit meine Gruppenmitglieder aus Wallersdorf und Kötzting besser kennenzulernen.

Nachmittags beendeten wir den "Aspirinversuch", der sich über mehrere Stunden hingezogen hatte. Anschließend befassten wir uns mit der Sublimation von Campher. Damit war der erste Tag auch schon vorbei.

Am zweiten Tag gingen die Versuche sofort weiter. Wir stellten nun Ferrofluide her. Dabei entstand aus Ammoniak und anderen Stoffen eine magnetische Flüssigkeit. Als letztes synthetisierten wir verschiedenste Duftstoffe. Dabei wurden mehrere Flüssigkeiten gemischt, die bei Raumtemperatur geruchlos bzw. fast stinkend sind, aber unter Wärmezufuhr Duftstoffe ausbilden. So stellten wir die Düfte von Bananen und Nelken her. Nach der Verabschiedung durch die Gruppenleiter verließen wir die Uni letztendlich mit vielen positiven Eindrücken und Erinnerungen.

 

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