Schüler bei den „Wilden Kerlen"

Sechstklässler des St.-Gotthard-Gymnasiums gingen auf Entdeckungsreise im Straubinger Zoo

 

Gemeinsam mit 114 weiteren Sechstklässlern des St.-Gotthard-Gymnasiums Niederalteich beobachten Verena und Paul gespannt den großen Fisch im Donauaquarium. Es ist ein Prachtexemplar von einem Wels, der es sich am Boden des Beckens gemütlich gemacht hat. Da staunen die Kinder nicht schlecht, denn so riesig haben sie sich diesen Fisch nicht vorgestellt. Die Angler unter ihnen tauschen ihre Erfahrungen aus: Forelle, Karpfen, Saibling und Rotfeder – die gingen ihnen schon ins Netz, doch ein solcher Fisch noch nie. Die Angel ist indes an diesem Tag nicht gefragt. Zwar sind die Schülerinnen und Schüler auf der Jagd, aber nicht nach einem guten Sonntagsbraten, sondern nach Wissen rund um Wirbeltiere. Statt trockenem Lernstoff gab es am Freitag vor den Herbstferien „Tiere zum Anfassen und Bestaunen". Bio – das ist die einhellige Meinung der Kinder – ist so am schönsten. Schulleiter Herr Lummer meint dazu: „Gerade der Biologieunterricht sollte immer wieder den Bezug zum Lebensumfeld der Schüler herstellen. Deshalb ist das pädagogisch begleitete Aufsuchen von außerschulischen Lernorten eine wichtige Ergänzung zum Unterricht im Klassenzimmer."

Angeleitet wurden die Schülerinnen und Schüler auf ihrer Entdeckungsreise durch den Straubinger Zoo von fünf Lehrkräften, die ihnen laufend mit Rat und Tat zur Hilfe standen und gelegentlich auch einem der verirrten ‚Schäfchen' den richtigen Weg zur nächsten Station der Zoorally wiesen, denn das Ziel der Schüler war, ihren von den Biologie-Lehrern entworfenen Aufgabenkatalog möglichst gut zu erfüllen. Viele schwierige Fragen fanden sich darin: Wie genau fliegt ein Vogel? Wo sitzen beim Karpfen die Flossen? Warum kann die Schneeeule fast lautlos fliegen? Und: Schleicht „Bruno" der Braunbär, tatsächlich auf leisen Sohlen durch sein Gehege oder geht er eher auf Zehenspitzen? Wer die Antworten herausgefunden hatte, notierte sie rasch auf dem Rally-Laufzettel und bei mancher Antwort entbrannte eine heiße Diskussion zwischen den eifrigen Schülern. Welch ein Glück, dass selbst der gute Petrus seine Hand über den Ausflug hielt, denn entgegen allen Unkenrufen kamen alle trocken nach Hause.

 

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