Treffen der Absolvia 1958 an ihrer alten Schule

Ihr Abitur ist zwar inzwischen schon 60 Jahre her, doch an das Schulheim St. Gotthard können sich die Schüler von damals noch gut erinnern. „Das war eine schöne, heute aber für die Schüler unvorstellbare Zeit“, sagt Hermann Schuster, ehemaliger Präsident des oberbayerischen Kreistags und langjähriger Bürgermeister von Kirchheim bei München heute. Er hat sich am 04.05.2018 mit seinen ehemaligen Mitschülern am St.-Gotthard-Gymnasium auf Einladung ihres Klassenkameraden Erich Baumgartner, einem ehemaligen Gymnasiallehrer, zum Klassentreffen verabredet. Treffpunkt war, wie sollte es auch anders sein, die Basilika des ehrwürdigen Klosters Niederaltaich, wo Abt Dr. Marianus Bieber die zehn „Buben“ der Absolvia 1958 freudig begrüßte und mit ihnen einen Gottesdienst feierte. Anschließend würdigte er die enge Bindung der Absolventen an ihre Schule, die ein Leben lang nie abgerissen sei und wünschte den Senioren einen schönen Aufenthalt an ihrer alten Schule.

Der Schulleiter des St.-Gotthard-Gymnasiums, OStD Johann Lummer, der sich zu diesem Anlass extra ein bisschen Zeit genommen hatte, erzählte den Ehemaligen, was sich an der Schule in den vergangenen Jahrzehnten neben der Auflösung der reinen Jungen-Klassen alles getan hat. Ein wichtiger Teil seiner Ausführungen fiel natürlich auf das Jahrhunderthochwasser 2013, das in Niederalteich und v.a. am Gymnasium eine umfangreiche Welle der Erneuerung ausgelöst hat, die in naher Zukunft das Gymnasium in völlig neuem Kleid erstrahlen lässt und es bereits jetzt in weiten Teilen fit für die Zukunft gemacht hat.

Zudem stand für „die Schüler“ ein Besuch der 5. Klassen auf dem Programm, die noch heute in den gleichen Klassenzimmern – allerdings mit der Technik des 21. Jahrhunderts bestückt – unterrichtet werden. Die zehn rüstigen Herren erzählten mit mindestens einem Augenzwinkern den Kindern von ihrer Schulzeit, von den Streichen, die sie den Lehrern gespielt haben und von den Kanonenöfen in allen Klassenzimmern, in denen von den Schülern unter anderem Äpfel gebraten wurden, die dann zum Leidwesen der Lehrkräfte „während der Stund gess´n wurd´n, weil´s halt grad fertig war´n“. Mit gespitzten Ohren hörten die Schülerinnen und Schüler zu und staunten beim anschließenden Lateinquiz nicht schlecht, dass die Ehemaligen noch so viele Lateinvokabeln perfekt übersetzen konnten, dass selbst die Wortschatzasse unter den Fünftklässlern nicht mehr wussten. Das nächste Klassentreffen plant der Abiturjahrgang 1958 für das Jahr 2023, dann wollen die Senioren ihr 65-jähriges Abiturjubiläum feiern.

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