Musikwerkstatt der Musikhochschule München am St.-Gotthard-Gymnasium

Jedes Jahr treffen sich am Wochenende vor Allerheiligen Schülerinnen und Schüler aus den Niederbayerischen Gymnasien zur Musikwerkstatt in Niederalteich. Dort erhalten sie in einem zweitägigen Kurs Unterricht auf der Geige von Prof. Sonja Korkeala und auf dem Klavier von Prof. Martina Bauer. Die Professorinnen sind an der Hochschule verantwortlich für die Jungstudenten. Wie Prof. Bauer betonte, ist es ein Anliegen des Kurses, talentierte Kinder außerhalb des Münchener Stadtkreises mit der Möglichkeit des Musikstudiums vertraut zu machen.

Eröffnet wurde der Vorspielnachmittag, der den Workshop abschließt, von StD Andreas Zenker, der stellvertretend für den Ministerialbeauftragten der Gymnasien in Niederbayern, OstD Peter Brendel, das Publikum begrüßte. Davor gab Schulleiter OstD Johann Lummer seiner Freude darüber Ausdruck, dass der Workshop in Niederalteich stattfindet, das mit den Räumlichkeiten des Musischen Gymnasiums ideale Voraussetzungen zum Auftreten und Üben bietet.

Dem Anspruch des Kurses entsprechend zeigten alle Vortragenden einen reifen Stand an Musikalität und technischer Fertigkeit. So bot z.B. Anna Sebastian vom St.-Gotthard-Gymnasium mit dem zweiten Satz der Violinsonate in A-Dur von César Franck ein hochvirtuoses Spiel und eine souveräne Beherrschung der Raffinessen des Werks. Mit der Ungarischen Rhapsodie Nr. 2 von Franz Liszt führte Maximilian Altmann vor, wie leicht und zugleich ungestüm technisch anspruchsvolle Klaviermusik klingen kann.

Andreas Zenker dankte abschließend vor allem den Professorinnen und dem Korrepetitionsteam, bestehend aus Monika Schwarz, Tristan Härtl und Stefan Urlbauer. Letzterer hatte als Fachleiter des Bereichs Musik bei der MB-Dienststelle die Leitung des Workshops inne. Mit der Hoffnung, dass der für die musikalische Begabtenförderung wichtige Workshop auch nächstes Jahr in Niederalteich stattfinden wird, verabschiedete Schulleiter Johann Lummer die Musikerinnen und Musiker in die Herbstferien.

Bernhard Falk / 5.11.2022