Landeswettbewerb „Experimente antworten“

Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu und die Leistungen besonderer Schüler werden hervorgehoben und belobigt. So wurden auch die Teilnehmer der dritten Runde des Wettbewerbs „Experimente antworten“ ausgezeichnet.

Während des gesamten Schuljahres haben rund 3300 Teilnehmer bayernweit an dem Wettbewerb teilgenommen. Bei der dritten Runde waren es noch 600 Schüler. Zu diesen gehörten drei Niederalteicher: Konstantin Abraham, Paul Lechner und Juliane Schreiner aus der 7. Jahrgangsstufe überzeugten auch in der dritten Runde mit hervorragenden Leistungen bei dem Experimentierwettbewerb! Die Versuche zur dritten Runde waren experimentell und mit den Auswertungen deutlich aufwändiger, als alle vorhergehenden Versuchsrunden.

Ein Bereich der mechanischen Verfahrenstechnik, genauer gesagt Schüttgutmechanik, sollte erarbeitet werden. Unterschiedliche Materialien mussten unter verschiedenen Bedingungen aufgeschüttet werden. Vier Tage lang ließen die Schüler Sand, Zucker und Mohnsamen durch einen Trichter rieseln, um die geforderten Schüttungen herzustellen. Das war sehr mühsam und strapazierte die Geduld, insbesondere da jede Erschütterung am Tisch das Ergebnis verfälschte und die Schüttung neu durchgeführt werden musste. Jede Schüttung wurde fotografiert und grafisch ausgewertet. So konnte gezeigt werden, dass Sand mit den kleinsten Partikeln der untersuchten Materialien in seinen Schüttungen die stumpfesten Kegelspitzen aufwies, während Mohnsamen mit den größten untersuchten Partikeln, die spitzesten Kegelspitzen zeigten. Feuchte Materialien rieselten nicht mehr so leicht und die Schüttungen zeigten deutlich spitzere Winkel in ihren Spitzen als die Schüttungen der trockenen Materialien. Mit den Kenntnissen über das Rieselverhalten von Schüttgütern wurde von den Schülern eine Sanduhr gebaut und diese mit einer Wasseruhr verglichen. Es erstaunt nicht, dass die Wasseruhr rund 16mal schneller als die baugleiche Sanduhr lief. Knifflig war für die Schüler herauszufinden, wie viel Luft in den Zwischenräumen der Sandkörner steckt. Mithilfe eines Messzylinders, einer Waage, einer Saugflasche und einer Wasserstrahlpumpe konnte der Luftgehalt im Sand auf rund 40 % ermittelt werden.

Die von den drei Niederalteichern durchgeführten Experimente und die dazu angefertigte Dokumentation mit den Ergebnissen überzeugten die Jury, sodass sie, wie im vergangenen Schuljahr, zu den besten in Bayern gehören! Eine weitere Auszeichnung erhielten die drei, indem sie zusammen mit den anderen Preisträgern aus ganz Bayern zu einem dreitägigen Forscher-Camp nach Regensburg eingeladen wurden. Schulleiter Johann Lummer genehmigte freudig die Unterrichtsbefreiung für diese Zeit und gratulierte den drei Niederalteichern sehr herzlich im Namen der gesamten Schulfamilie zu ihrem Erfolg. „Viel Mühe führt auch zu Vergünstigungen“, so Lummer. Er hob anerkennend und lobend die große Einsatzbereitschaft und das außerordentliche Engagement, sich neben dem Ganztagsschulbetrieb an den Wochenenden und in den Ferien für den Wettbewerb in der Schule zu treffen, hervor.  Er überreichte zusammen mit der Betreuerin Dr. Stefanie Bank stolz die Urkunden und die zugehörigen Preise. Passend zu den durchgeführten Versuchen gab es für jeden eine kleine Paradox-Sanduhr, mit nach oben laufenden Kügelchen. Er bedankte sich bei der Betreuerin Dr. Stefanie Bank, die diese außerunterrichtliche Arbeit begleitet. Die Schulfamilie wünscht den drei Jungforschern schöne Ferien und für das nächste Schuljahr weiterhin viel Erfolg!

Nach der Urkunden- und Preisübergabe: Dr. Stefanie Bank, Paul Lechner, Konstantin Abraham, Juliane Schreiner und Schulleiter Johann Lummer.

Juliane Schreiner und Paul Lechner stellen eine Schüttung mit Sand her.

Juliane Schreiner, Konstantin Abraham und Paul Lechner bei der Herstellung einer Wasseruhr.