Amerikanische Gastschülerinnen und Schüler für eine Woche zu Gast am Sankt Gotthard Gymnasium Niederalteich

Nach einem Aufruf von „Experiment e.V.“ stellten sich Familien von Schülerinnen und Schülern des Sankt Gotthard Gymnasiums zur Verfügung, 15 amerikanischen Jugendlichen einen Gastaufenthalt in Deutschland zu ermöglichen. Aus ganz Amerika kamen sie nach Deutschland, genauer gesagt nach Frankfurt am Main. Dort wurden die Gastschüler*innen für einige wenige Tage auf den Gastaufenthalt in Niederbayern vorbereitet und bekamen sogar einen Deutschkurs angeboten, da die überwiegende Mehrheit von ihnen kein Deutsch konnte.

Anfang Juli begann dann das „Abenteuer“. Auf die Austauschschüler*innen warteten gespannt ihre Gastfamilien am Plattlinger Bahnhof. Nach einer Stunde Zugverspätung war es endlich so weit und die deutschen Gastfamilien nahmen ihre Gastschüler herzlich in Empfang. Schon am nächsten Tag begann der Alltag und die Gastschülerinnen und Gastschüler besuchten gemeinsam mit ihren Gastgeschwistern den Unterricht in Niederalteich. Insgesamt durften die Amerikaner an drei Tagen das Schulgeschehen am Gymnasium erleben und Einblicke in das deutsche Schulsystem bekommen. Auf dem Programm standen außerdem auch einige Ausflüge. So wurden die amerikanischen Gäste zusammen mit ihren Gastgeschwistern von der 3. Bürgermeisterin Renate Wasmeier im Deggendorfer Rathaus empfangen und durften sich in dem Goldenen Buch der Stadt Deggendorf verewigen.  Einen Tag später fuhren die Gastgeschwister mit den amerikanischen Schülerinnen und Schüler, sowie deren drei Betreuern nach München und hatten die Chance, eine Stadtrallye zu machen. Zugleich erwartete die amerikanischen Gäste am gleichen Abend das Konzert „Summernightswing“ der Bigband Niederalteich. Viele Austauschschülerinnen und Schüler ließen sich das nicht entgehen. Das anschließende Wochenende wurde für Ausflüge in den Gastfamilien freigehalten. So besuchten einige beispielsweise die „Pinakothek der Moderne“ in München, erkundeten die nähere Umgebung oder wurden mit der bayerischen Kultur vertraut gemacht.

Ein weiterer gemeinsamer Ausflug war eine Zugfahrt nach Passau zum Verein „Gemeinsam leben und lernen in Europa“. Dort durften alle an einem Workshop zur Flüchtlingssituation teilnehmen. Anschließend stand die restliche Zeit zur freien Verfügung und es wurde die Stadt Passau erkundet.

Am vorletzten Tag ihres Aufenthalts in Niederbayern, durften die Amerikaner in allen Klassen des Sankt Gotthard Gymnasiums eine PowerPoint Präsentation über ihre Heimat vorstellen und die Fragen der bayerischen Schüler beantworten.

 Ein gelungener Abschluss des Austausches war am letzten Abend eine Farewell Party im Ziegel- und Kalkmuseum Flintsbach in Winzer. Jürgen Roith, der erste Bürgermeister der Gemeinde Winzer, hieß alle herzlich willkommen und erklärte sich bereit, Gastschülerinnen und Schüler sowie ihre Familien über das Gelände zu führen. Englischlehrkräfte des Sankt Gotthard Gymnasiums sowie die Betreuer von Experiment e.V. bedankten sich bei den Gastfamilien. Anschließend wurde gemeinsam gegrillt, gegessen und sich über die gemeinsame Woche ausgetauscht.

Am Tag der Abreise fiel der Abschied schwer. Für die amerikanischen Schülerinnen und Schüler ging es mit dem Bus weiter nach Straßburg. Insgesamt war der Austausch für alle Beteiligten eine Bereicherung und jeder einzelne konnte viele neue Erfahrungen sammeln.

Lerndorfer Leah, 10b

 

The most nerve-wracking and exciting part of our trip – meeting host families in Niederalteich

The US and Germany have many differences in their cultures. Not just the language, but the clothing, food, and even the schools. But we also have similarities. Through the experiment in International Living, the American students accompanied by two group leaders got to experience these differences and similarities.

We started out journey in Frankfurt and spent our first days acclimating to our new surroundings and learning the German language. We later got on a train to Deggendorf to meet our host families. For many, this was the most nerve-wracking and exciting part of the trip. But as time went by, we realized we had nothing to worry about! Through our host families we got to experience different aspects of German life and culture as a family. We got to experience culinary culture by making and eating pretzels, bread, and other traditional Bavarian foods. We enjoyed watching fireworks, biking, bonfires, hiking, and cooking with our families.

We also had a chance to interact with other students in the area by attending St.-Gotthard Gymnasium. During our time at the school we attained a better understanding of the youth culture and educational system in Germany. The students along with their host sibling traveled to nearby towns and got to better understand the history of places like Munich and Passau. The students were also given the opportunity to meet the Mayor of Deggendorf and learn about the political parties first hand.

While staying with our host families, we realized we had way more things in common with our German families and friends than we first thought. We had grown to love the people in this small town. It is more true what they say in America, “time flies when you’re having fun!” The students from the Experiment would like to thank all the people who made our stay in Deggendorf so amazing, and we hope to see you all again.

 

Eliany Leal-Espinoza, July 2022