P-Seminar „der Berg ruft“– wandert um den Königssee

Am 24.9.2021 machten sich zwölf Schüler und zwei LehrerInnen des St. Gotthard-Gymnasiums mit dem Bus auf den Weg nach Schönau am Königssee. Von dort aus begannen sie eine 5-tägige Hüttenwanderung rund um den Königssee.

Die Schülerinnen machten sich schwerbepackt mit vollen Rucksäcken auf den Weg zu ihrem ersten Ziel dem „Carl- von- Stahlhaus“. Die Gruppe fand sich zu einem gemeinsamen Abendessen auf der Hütte zusammen und ließ den Abend gemütlich ausklingen. Am nächsten Morgen wurden die Wanderer von Herr Müller und den lauten „Guten Morgen-Rufen“ aus dem Nachbarzimmer geweckt. Nach einem nährreichen Frühstück verließen sie gegen acht Uhr in zwei verschiedenen Gruppen die Hütte. Nach einer sehr anstrengenden Etappe, die auch über den Schneibstein führte, trafen sich die beiden Gruppen am „Seeleinsee“ zu einer kurzen Mittagspause. Einige trauten sich sogar einen Sprung ins kalte Wasser zu, die Wassertemperaturen luden allerdings nicht unbedingt zu Verweilen ein. Nachdem alle Teilnehmer wieder Kraft gesammelt hatten, setzten sie ihre Wanderung über einen doch relativ ausgesetzten Abstieg zu ihrer nächsten Unterkunft, der „Gotzenalm“, fort. Nach den letzten anstrengenden Metern freuten sich alle über ein sehr leckeres Abendessen auf der Alm. Nach der Stärkung setzte sich die Gruppe zu gemeinsamen Spielen zusammen und verarbeitete den anstrengenden Tag.

Der nächste und längste Abschnitt zum „Kärlingerhaus“ startete Punkt acht Uhr von der Gotzenalm. Nach den ersten 300 Höhenmetern erreichten die Gruppe gemeinsam die Wasseralm für eine kleine Verschnaufpause, doch die größte Anstrengung stand den Wanderern an diesem Tag noch bevor: Nach einem scheinbar nie endenden Anstieg erreichte die Gruppe die allgemein gefürchtete „Himmelsleiter“ und erklomm die rund 400 Stufen mit letzter Kraft. Schließlich erreichte das Team nach einem ganztägigen Wandertag mit unzähligen Höhenmetern die letzte Unterkunft ihrer Reise, nämlich das Kärlingerhaus. Im kältesten See Deutschlands (Funtensee) suchten einige Schüler eine passende Erfrischung. Nach einem wohl verdienten Abendessen fiel die Truppe nach unzähligen Runden „Wattn“ und weiterer Kartenspiele in ihre Betten.

Aufgrund mehrerer körperlicher Beschwerden einiger Schüler wurde es den Teilnehmern am Folgetag freigestellt, ob man an der nächsten Tagestour zum „Vieh- und Feldkogel“ teilnehmen, oder lieber einen gemütlichen Hüttentag einlegen wollte. Gegen Ende des letzten Abens ließ das Team die Eindrücke der letzten Tage Revue passieren und blickte mit Stolz auf ihre Leistungen zurück. Nach einer letzten gemeinsam verbrachten Nacht stiegen die Wanderer früh morgens über die „Saugasse“ nach St. Bartholomä ab, was verglichen mit den letzten Tagen ein Spaziergang war. Am See angekommen gönnten sich die SchülerInnen ein wohlverdientes, üppiges Mittagessen und überquerten anschließend den Königssee mit einem Schiff nach Schönau, wo Busfahrer Egon bereits auf sie wartete. Im Bus richtete Herr Müller letzte Abschiedsworte an seine Wanderer, in denen er ausdrückte, wie stolz er auf sie sei, dass alle das Ziel der Reise erreicht haben. In Niederalteich angekommen verabschiedete sich die Gruppe, die nun das erlebnisreiche Abenteuer hinter sich lassen musste.

Rückblickend war es ein Erlebnis, dass bestimmt keiner der Teilnehmer je vergessen wird. 
Melanie Schröder und Nina Köck

Das P-Seminar „Der Berg ruft“ vor dem kältesten See Deutschlands (Funtensee) am Kärlingerhaus in den Berchtesgadener Alpen