Niederalteicher Schüler trotz Corona bei „Experimente antworten“ voll dabei

Während im Schuljahr 2019/20 der bayernweite Wettbewerb „Experimente antworten“ wegen des Corona-Lockdowns auf zwei Runden verkürzt wurde, fanden in diesem Schuljahr wieder alle drei volle Runden statt.

Die erste Runde lief wie immer zu den Herbstferien. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich in den Ferien und einigen Samstagen in der Schule treffen, um die Experimente durchzuführen und die Dokumentation zu erstellen. Bei der zweiten Runde, die wegen der ausgefallenen Faschingsferien über die Osterferien verlängert wurde, ging das nicht. Der Lockdown verlangte, dass die Experimente und Dokumentation allein zu Hause gemacht werden mussten. Das war eine große Herausforderung. Der Online-Unterricht forderte die Schülerinnen und Schüler bereits sehr und dann arbeiteten sie in den Osterferien für Experimente antworten weiter. Es war auch für die betreuende Lehrkraft Dr. Stefanie Bank eine Herausforderung, die Einzelarbeiten aus der Ferne zu begleiten und die Wettbewerbsteilnehmer so anzuleiten, dass am Ende eine gemeinsame Dokumentation entstehen konnte. Die digitale Kommunikation über MS Teams machte dies möglich.

In der ersten Runde untersuchten die Schülerinnen und Schüler das Anlaufen und Reinigen von Silber mit verschiedene Methoden. Sehr elegant lässt sich angelaufenes Silber in einem heißen Wasserbad mit Alufolie und Kochsalz reinigen. Außerdem bauten die Schülerinnen und Schüler mithilfe von einem Silberblech, einem Zinkblech und einer Zitrone eine Batterie, die eine LED zum Leuchten brachte. In der zweiten Runde ging es um Ice-Packs, die in der Ersten Hilfe zum Kühlen von Verletzungen verwendet werden. Diese Ice-Packs enthalten ein festes Granulat und eine Blase mit Wasser. Wird die Wasserblase im Inneren zerdrückt, läuft das Wasser auf das Granulat und beim Auflösen des Granulats entsteht Kälte. Dieses Granulat wurde von den Schülern auf seine Kälteentstehung in Gegenwart von Wasser untersucht. Es wurde auch geprüft, ob andere haushaltsüblichen Materialien als Kühlmittel verwendet werden können und dabei fanden die Schüler heraus, dass auch Zitronensäure beim Auflösen in Wasser Kälte erzeugt. So bastelten sie sich  ein eigenes Ice-Pack aus Gefrierbeuteln, Wasser und Zitronensäure zusammen.

Sechs Niederalteicher Gymnasiasten nahmen neben rund 1340 Teilnehmern aus ganz Bayern an der ersten Runde des Wettbewerbs teil. Trotz der widrigen Bedingungen während des Lockdowns waren in der zweiten Runde immer noch fünf Niederalteicher, und bayernweit rund 1300. Konstantin Peschler, Julian Herbst (nur erste Runde), Sophia Schneider, Paul Lechner, Konstantin Abraham und Juliane Schreiner aus der 6. Jahrgangsstufe, die sich den Aufgaben stellten, überzeugten die Jury und schnitten in allen beiden Runden mit Bestwertung ab.  Die betreuende Lehrkraft Dr. Stefanie Bank war mächtig stolz und freute sich mit ihren Schützlingen über die Urkunden und Preise, die von Schulleiter Johann Lummer überreicht wurden. Für die erste Runde erhielt jeder Schüler ein besonders gestaltetes Periodensystem und für die zweite Runde gab es ein Digitalthermometer für jeden. Schulleiter Johann Lummer lobte das außerordentliche Engagement der Schülerinnen und Schüler, die sehr viel ihrer Freizeit in diese experimentellen Arbeiten gesteckt haben. Die Arbeiten zur dritten Runde sind kurz vor der Urkundenübergabe eingereicht worden und Schulleiter Johann Lummer drückt den Teilnehmern die Daumen, dass sie auch in dieser Runde so erfolgreich abschneiden können.

Schulleiter J. Lummer überreicht den erfolgreichen Schülerinnen und Schülern aus der 6. Jahrgangsstufe ihre Urkunden und Preise. Von links: Schulleiter OStD Johann Lummer, Juliane Schreiner, Konstantin Peschler, Julian Herbst, Sophia Schneider, Paul Lechner, Konstantin Abraham, Dr. Stefanie Bank.

Juliane Schreiner, Konstantin Abraham und Sophia Schneider beim Polieren von Silber.

Juliane Schreiner misst die Temperaturänderung, wenn Wasser zu Zitronensäure gegeben wird.