Auszeichnung für soziales Engagement

Die Projektgruppe „Mit dem Smartphone durch das Schuljahr“ hat sich mit den 17 Zielen zur nachhaltigen Entwicklung beschäftigt. Eine Urkunde von Bundesminister Gerd Müller zeichnet das Engagement aus.

Die Projektgruppe „Mit dem Smartphone durch das Schuljahr“ hat sich mit den 17 Zielen zur nachhaltigen Entwicklung beschäftigt. Dabei informierten sich die Schülerinnen über die „Millenniumsziele“ und über die Lebensverhältnisse in Bangladesch und sichteten Artikel und Bilder. Die Schulleiterin der Niederalteicher Partnerschule in Bangladesch war im Herbst 2019 an der Schule zu Besuch und erzählte uns von ihrem Alltag, Erfolgen und Nöten. Seit 2005 unterstützt das St.-Gotthard-Gymnasium die Partnerschule METI in Gana Aloy bei Rudrapur in Bangladesch und es kommen regelmäßig Gäste aus dem Projektgebiet an das Benediktinergymnasium.

„Nach dem Entschluss, uns am Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „Lokales Handeln – Globales Mitbestimmen“ zu beteiligen, haben wir uns noch intensiver mit der nachhaltigen Entwicklung beschäftigt. Nicht nur in Bangladesch, sondern auch bei uns“, erzählen die Schülerinnen. Sie griffen zum Fotoapparat bzw. zum Smartphone und suchten Motive, die sie mit den 17 Entwicklungszielen in Verbindung brachten. Alle Fotos stellten sie schließlich zusammen. „Uns wurde klar, dass noch viel getan werden muss, damit alle Menschen in Frieden und Zufriedenheit leben können. Damit mehreren Menschen der Perspektivenwechsel leichter, ja sogar spielerisch gelingt, dachten wir, wir vergleichen Situationen in unserem Umfeld mit denen in Bangladesch in Form eines Memory-Spiels. Doch, wie macht man ein Spiel? Wir recherchierten und erkundigten uns über die Herstellung eines Memory-Spiels. Wir stellten die Fotos zusammen, ordneten sie den 17 Entwicklungszielen zu und schickten die Daten zum Spielehersteller“. Das fertig gelieferte Memory-Spiel wurde vor der Corona-Pandemie fleißig gespielt und auch als Wettbewerbsbeitrag eingereicht.

Eine der Teilnehmerinnen fasst ihre Eindrücke so zusammen: „Es ist eine tolle Erfahrung, die Welt auch mal von einer anderen Seite zu sehen. Mit unserem Spiel wollen wir die Menschen dazu auffordern, mehr für die Welt und die Menschen zu tun. Durch die Bilder kann jeder sehen und verstehen, wie gut es uns im Vergleich zu anderen Menschen geht. Ich selber habe gelernt, noch besser auf die Umwelt und auf mein Handeln zu achten – z.B., dass ich nicht so verschwenderisch mit Wasser umgehe und, wenn es geht, nur fair produzierte Waren kaufe“.

Die Schülerinnen haben zwar keinen der ersten Plätze belegt, doch auch über die von Bundesminister Gerd Müller unterzeichnete Urkunde, die kurz vor den Sommerferien eingetroffen ist, freuen sie sich. Schade nur, dass wegen der aktuellen Abstandsvorschriften das Memory-Spiel nicht ungetrübt gespielt werden kann.

 

Die Namen der beteiligten Schülerinnen: Baumann Magdalena, Bumeder Celine, Göttlinger Nina, Kreipl Lara, Lerndorfer Leah, Müller Jennifer, Reiner Jasmin, Steinbeißer Marissa.