Tag der offenen Tür als Besuchermagnet

Das St.-Gotthard-Gymnasium präsentierte das „Niederalteicher Modell“ am Tag der offenen Tür am Samstag, 7.3.20, den Gästen in seiner vollen Bandbreite

„Leben und Lernen in der Gemeinschaft – Gemeinsam mehr Schule wagen.“ Dies bringt das Konzept des St.-Gotthard-Gymnasiums am besten auf den Punkt. Unterricht, Freiarbeit, Neigungsgruppen, Aktivphasen, Wahlunterricht und das gemeinsame Mittagessen in der Mensa prägen den rhythmisierten Ablauf im Ganztagsgymnasium. Um das Leben in der Schulfamilie näher kennen zu lernen und in dieses offene Haus hineinzuschnuppern, sind zahlreiche Interessierte an diesem Tag der offenen Tür nach Niederalteich gekommen.

Schulleiter Johann Lummer wie auch Prior Frater Vinzenz betonten in ihren Grußworten, umrahmt vom Chor der 5. und 6. Jahrgangsstufen unter der Leitung von Musiklehrer Christoph Hackl, die Wichtigkeit der Gemeinschaft am St.-Gotthard-Gymnasium der Benediktiner Niederaltaich. Beide erklärten einhellig und nachdrücklich, dass das Gymnasium im gleichen Maße, wie es der Vermittlung von Wissen diene, ein Ort sei, „wo junge Menschen Mensch sein dürfen, wie sie sind, wo sie aufwachsen dürfen, wie es ihnen entspricht, und wo sie Geborgenheit und Heimat finden“, so der Schulleiter. Als Vertreter des Schulträgers stellte fr. Vinzenz fest: „Eine gute Bildung und Wissen zu vermitteln, hat eine lange Tradition im Benediktinerorden. Dies ist auch heute unser Anliegen, ebenso wie auch das Bestreben, eine moderne, attraktive Schule zu gewährleisten. Ziel des Miteinanders von Schule und Eltern ist es, in einer Erziehungsgemeinschaft den schulischen Raum zum Wachsen und Reifen der Persönlichkeit im Laufe der Gymnasialzeit zu gestalten und für jedes Talent ein passendes Angebot zu finden. Das rhythmisierte Ganztagssystem im Niederaltaicher Modell feierte im letzten das 50-jährige Jubiläum und zeigt damit die Vorbildfunktion des St.-Gotthard-Gymnasiums in der Schulentwicklung für alle anderen bayerischen Schulen, die sich erst im Laufe der Jahre in diese Richtung entwickelt haben“.

Die Elternbeiratsvorsitzende, Tanja Zieseniss-Gollor, betonte bei ihrer Begrüßung, dass das St.-Gotthard-Gymnasium viel mehr als nur eine Schule oder Bildungsanstalt sei: „Das Gotthard-Gymnasium ist ein Ort, an dem menschlich und mit gegenseitiger Anteilnahme zwischen Schülern und Lehrern ein belastbares Vertrauensverhältnis herrscht.“

Auch die Schülersprecher Eva Thaller, Katharina Eichinger und Maximilian Kellner bestätigten dies und fanden passende Worte, um das St.-Gotthard-Gymnasium aus Schülersicht zu beschreiben: „Es ist eine  moderne Schule, die alle modernen Kommunikationsmöglichkeiten kennt, die durch die Ganztagsbetreuung freie Zeit schafft und dann viel mehr Freiräume für Hobbys lässt, als das an den Gymnasien ohne Ganztag der Fall ist. Es herrscht hier aber zudem eine besonders gute Atmosphäre, die man anderswo so nicht kennt.“

Schulleiter Lummer konnte den Besuchern im Anschluss voller Freude die bereits im letzten Juli erfolgte Eröffnung des Erweiterungsbaus Ost bekanntgeben, der seit Beginn dieses Schuljahrs mit seinen vielen und nach modernsten Gesichtspunkten ausgestatteten Klassenzimmern und Funktionsräumen die Schule für die Zukunft bereit gemacht hat.

Zudem ist das St.-Gotthard-Gymnasium nunmehr seit vier Jahren um das gymnasiale Angebot eines naturwissenschaftlich-technologischen Zweigs mit den Profilfächern Chemie, Physik und Informatik erweitert und damit breit aufgestellt. Es kommt nicht von ungefähr, dass das St.-Gotthard-Gymnasium Teil des MINT-Excellence-Netzwerks Deutschland ist, dem nur wenige Schulen angehören.

In der musischen Ausbildungsrichtung steht neben dem Erlernen eines Instruments (z.B. Klavier, Streichinstrumente, Holz- und Blechblasinstrumente, Schlagzeug) das Musizieren in den unterschiedlichen Ensembles, wie den verschiedenen Chören, der Big Band und dem Orchester im Zentrum. Dazu gehören auch Kunst und Theater zum Profil des musischen Zweigs.

In der sprachlichen Ausbildungsrichtung werden die Fremdsprachen Latein, Englisch, Französisch sowie im Wahlunterricht Spanisch und Tschechisch erlernt. Sie sind auch Basis für die internationalen Kontakte des Gymnasiums.

Mit den letzten noch laufenden Baumaßnahmen erhält die Schule nun auch einen repräsentativen Eingangsbereich, der das Gebäudeensemble abrundet. Zusätzlich entstehen hier neue Fach- und Übungsräume, von denen die neuen Fünftklässler noch viele Jahre profitieren können.

Die Außenanlagen der Schule sind durch einen Bewegungsparcours, ein Fußball-Kleinfeld, Tischtennisplatten und einen Bolderkegel sowie mehrere Sitzgelegenheiten bestens zur Bewegung und Entspannung geeignet und finden großen Anklang bei allen Jahrgangsstufen.

Individuelle Förderung im Bereich der Ganztagsstunden ist in den zahlreichen Intensivierungsstunden, Übungsphasen und Freiarbeiten viel besser möglich als an einer Halbtagsschule oder auch einer offenen Ganztagsschule. Insgesamt werden im Niederalteicher Stundenplan in den 5. Bis 10. Jahrgangsstufen pro Woche 46 Stunden, einschließlich von vier Essenszeiten am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag durchgeführt, was weit mehr ist, als die gymnasiale Stundentafel in den einzelnen Jahrgangsstufen vorsieht. So kann sich in Niederalteich jedes Kind individuell und den persönlichen Begabungen entsprechend entwickeln. „Wenn also Ihr Kind die Qualifikation für den Übertritt besitzt“, so drückte es Schulleiter Lummer aus, „dann geben Sie Ihrem Kind auch die Chance mit dem Gymnasium in der Champions League zu spielen. Der FC Bayern spielt ja auch nicht in der Euro-League, bloß weil das vielleicht auch reichen würde.“

Die gute Schulatmosphäre an der kirchlichen Privatschule in Trägerschaft der Abtei Niederaltaich, an der Angehörige aller Religionen und Konfessionen, aber auch Bekenntnislose gleichermaßen willkommen sind, hilft im besonderen Maße dazu, das Gymnasium erfolgreich absolvieren zu können. Mit der Aufforderung, „Machen Sie sich einen Eindruck und spüren Sie etwas vom Niederaltaicher Geist“, wünschte der Schulleiter den Schülern und Eltern viele inspirierende Erlebnisse und Begegnungen.

Lebhaftes Interesse hatten die Viertklässler am Schnupperunterricht in den Fächern Musik, Englisch, Latein und Mathematik. Der Ansturm auf die Einheit "Chemische Experimente" war so groß, dass die Arbeitsplätze kaum ausreichten. Dort luden verschiedene Stationen zum Experimentieren ein; die Übertrittsschüler konnten sogar selbst eine kleine Versuchsreihe durchführen und in Reagenzgläsern „Filmblut“ und „Tinte“ aus Leitungswasser herstellen. Nebenan gab es einen Einblick in das Fach Natur und Technik.

Im Neubau (Hauptgebäude und Neubau-Ost) präsentierte das St.-Gotthard-Gymnasium vor allem die Neigungsgruppen, die von den Schülern der 5. und 6. Jahrgangsstufen besonders geschätzt werden, wie zum Beispiel die Neigungsgruppe "Mountainbike". In den Sporthallen konnten die Besucher Tennis, Biathlon, Badminton, Klettern und Vertikaltücher ausprobieren. Außerdem konnten die Kinder schaukeln, jonglieren und Einrad fahren. Im musikalischen Bereich gab es Proben des Orchesters, der Big Band und des Flötenensembles. An der Neigungsgruppe „Songs“ konnten sich die Viertklässler selbst beteiligen oder sich am Klavier betätigen. Weitere Stationen waren die Neigungsgruppen „Rund ums Haustier“, „Elektrobasteln“, das „Projekt SOFIA“ und „Jugend forscht“, die Aktivphase „Robotik“ und die Klassenpatenschaften mit Betrawati in Nepal und mit Shanti-Bangladesch sowie Informationen zu den weiteren internationalen Kontakten und zur besonderen Form des Betriebspraktikums des St.-Gotthard-Gymnasiums. Die Neigungsgruppen „Haare flechten“ und „Kreative Schmuckwerkstatt“ vertraten den Bereich Kunst. Für die Viertklässler gab es auch Angebote zum Mitmachen in Mathematik / Physik, in Informatik, Englisch, Latein und Französisch. Erste-Hilfe-Maßnahmen wie die Herzdruckmassage konnten mit den Schulsanitätern und Herrn Moser von den Maltesern geübt werden. Viele Schüler aus den höheren Jahrgängen, insbesondere die SMV, die Tutoren, die Schülerzeitung und die Theatergruppen beteiligten sich engagiert an der Präsentation „ihrer“ Schule. In der neuen Aula erfreuten sich die Besucher noch an kulinarischen und musikalischen Leckerbissen. Lebhafte Gespräche mit Lehrern, Elternvertretern oder Schülern konnten den interessierten Besuchern ein authentisches Bild der Niederalteicher Schulfamilie vermitteln.

Am 24. April 2020 (13.45-16.00 Uhr) gibt das St.-Gotthard-Gymnasium Einblicke in den rhythmisierten Ganztag. Zur Wahl des Instruments am musischen Gymnasium wird am 30. April 2020 von 16 Uhr bis 18 Uhr ein „Instrumentenschnuppertag“ angeboten. Die Einschreibung erfolgt in der Woche vom 11. bis 15. Mai 2020. Der Probeunterricht findet vom 19., 20. und 22. Mai 2020 in Niederalteich statt. Formulare können bereits vorab auf der Homepage zur Einschreibung vorbereitet werden. Alles weitere Wichtige kann in der Rubrik „Übertrittsinformationen“ nachgelesen werden.