Schulpreis beim Regionalwettbewerb "Jugend forscht“ für das St.-Gotthard-Gymnasium

Auch im Schuljahr 2018/2019 war das St.-Gotthard-Gymnasium Niederalteich beim Wettbewerb „Jugend forscht“ in Passau stark vertreten. Mit vier Projekten traten neun Schüler an und präsentierten der Jury ihre Ergebnisse.

Bereits im vierten Jahr forschen Christian Leitl, Phillip Ziermann und Julian Hofmann an einem Projekt. Diesmal hatten sie einen Arduino-Mikrocontroller so programmiert, dass man die Stärke der Sonnenstrahlung und die Temperatur messen kann. Dazu war es zunächst erforderlich, die Funktion einer Solarzelle zu verstehen und diese an den Arduino anzuschließen. Sie erstellten ein Programm, das die Messwerte in den gewünschten Zeitabständen erfasst und umrechnet. Anschließend konnten sie beispielsweise den Tagesverlauf der Sonnenstrahlung mit einem Excel-Diagramm visualisieren.

Eine zweite Gruppe, nämlich Felix Knoll, Leon Schiller und Valentin Seidl hatte eine ähnliche Aufgabe. Sie sollten ebenfalls die Sonnenstrahlung erfassen, allerdings mit dem Einplatinen-Computer Raspberry Pi. Die Gruppe hatte eine schwierige Aufgabe, weil der Raspberry Pi zwar viele Möglichkeiten bietet, aber auch über ein Netzwerk angesteuert werden muss. Ohne die Vorkenntnisse von Felix wäre ein erfolgreiches Projekt nicht möglich gewesen. Leon und Valentin sammelten viele Erfahrungen wie man die Kennlinie einer Solarzelle misst: dass man einen wolkenlosen Himmel benötigt, dass man die Anschlüsse korrekt schalten muss und dass die Messgeräte nicht immer den Messbereich haben, den man benötigt. Schließlich war es knifflig, das Potentiometer so zu bedienen, dass die Messwerte über den ganzen Bereich gleichmäßig verteilt sind und sie mussten das Protokoll so ausfüllen, dass man hinterher die Werte einander zuordnen kann.

Im Bereich Informatik untersuchte Veronika Fritz die Baumstruktur von Datenbeziehungen. Ausgehend von Zusammenhängen aus der Biologie gelang es ihr im Alleingang, die theoretischen Grundlagen von Baumstrukturen mit Ihren Knoten und Blättern zu erforschen und sie in einem Python-Programm umzusetzen.

Die drei oben genannten Projekte wurden jeweils mit dem 3. Platz ausgezeichnet. Die Gruppe mit dem Raspberry Pi erhielt noch einen Sonderpreis.

Der Knüller des Wettbewerbs war aber das Projekt der jüngsten Schüler Emilie Wiesler und Elias Batzlsberger. Sie haben das Abkühlen und das Erstarren von Paraffin gemessen. In Zusammenarbeit mit der Kerzenfabrik Wiedemann konnten sie erkennen, wie sich das flüssige Kerzenwachs verhält, wenn es fest wird. Durch die den ersten Preis können sie ihr Projekt beim bayerischen Landeswettbewerb präsentieren.

 

Nicht zuletzt aufgrund der jahrelangen Betreuung der Projekte durch die Lehrerin Susanne Morawietz erhielt das Niederalteicher Gymnasium auch noch den Schulpreis der Universität Passau.