Großer Andrang beim Tag der offenen Tür am 06. April 2019 mit dem Motto: „Gymnasium im Niederalteicher Modell - Leben und Lernen in der Gemeinschaft“

Das rhythmisierte Ganztagsgymnasium präsentierte sich in seiner vollen Bandbreite mit zahlreichen Angeboten: dem breit gefächerten medienpädagogischen Paket, den umfangreichen Außenanlagen mit Sportplätzen, Soccer-Court, Kletterwürfeln u.a., der Mensa mit ihrem kulinarischem Anspruch und individuellem Angebot

Bildungsvielfalt: musischer Zweig, naturwissenschaftlich-technologischer Zweig, sprachlicher Zweig

 

„Leben und Lernen in der Gemeinschaft – Gemeinsam mehr Schule wagen.“ Dies bringt das Konzept des St.-Gotthard-Gymnasiums am besten auf den Punkt. Unterricht, Freiarbeit, Neigungsgruppen, Aktivphasen, Wahlunterricht und das gemeinsame Mittagessen in der Mensa prägen den rhythmisierten Ablauf im Ganztagsgymnasium. Um das Leben in der Schulfamilie näher kennen zu lernen und in dieses offene Haus hineinzuschnuppern, sind zahlreiche Interessierte an diesem Tag der offenen Tür nach Niederalteich gekommen.

Schulleiter Johann Lummer wie auch Prior Frater Vinzenz betonten in ihren Grußworten, umrahmt vom Chor der 5. Jahrgangsstufe unter der Leitung von Musiklehrer Christoph Hackl, die Wichtigkeit der Gemeinschaft am St.-Gotthard-Gymnasium der Benediktiner Niederaltaich. Beide erklärten einhellig und nachdrücklich, dass das Gymnasium im gleichen Maße, wie es der Vermittlung von Wissen diene, ein Ort sei, „wo junge Menschen Mensch sein dürfen, wie sie sind, wo sie aufwachsen dürfen, wie es ihnen entspricht, und wo sie Geborgenheit und Heimat finden“, so der Schulleiter. Als Vertreter des Schulträgers stellte fr. Vinzenz fest: „Eine gute Bildung und Wissen zu vermitteln, hat eine lange Tradition im Benediktinerorden. Dies ist auch heute unser Anliegen, ebenso wie auch das Bestreben, eine moderne, attraktive Schule zu gewährleisten. Ziel des Miteinanders von Schule und Eltern ist es, in einer Erziehungsgemeinschaft den schulischen Raum zum Wachsen und Reifen der Persönlichkeit im Laufe der Gymnasialzeit zu gestalten und für jedes Talent ein passendes Angebot zu finden. Das rhythmisierte Ganztagssystem im Niederaltaicher Modell feiert heuer das 50-jährige Jubiläum und zeigt damit die Vorbildfunktion des St.-Gotthard-Gymnasiums in der Schulentwicklung für alle anderen bayerischen Schulen, die sich erst im Laufe der Jahre in diese Richtung entwickelt haben“.

Die Elternbeiratsvorsitzenden, Tanja Zieseniss-Gollor und Michael Fritz, betonten bei ihrer Begrüßung, dass das St.-Gotthard-Gymnasium viel mehr als nur eine Schule oder Bildungsanstalt sei: „Das Gotthard-Gymnasium ist ein Ort, an dem menschlich und mit gegenseitiger Anteilnahme zwischen Schülern und Lehrern ein belastbares Vertrauensverhältnis herrscht.“ Frau Zieseniss-Gollor brachte dabei vor allem auch ihre persönlichen Erfahrungen als Mama einer Tochter und eines Sohns am St.-Gotthard-Gymnasium mit ein. Sie stellte dabei deutlich heraus, dass der familiäre Friede zuhause durch das Ganztagssystem der Schule in hohem Maße gefördert werde, weil das Konfliktthema Hausaufgaben kein Thema mehr sei: „Meine Kinder kommen nachhause und sind bis auf ein paar kleinere mündliche Aufgaben mit allem fertig. Das ist so unendlich angenehm und entspannt die ganze Familie. Wir haben viel mehr Zeit für uns.“  Auch die Schülersprecher Leonie Wilhelm, Tabea Schmidt und Simon Golombek bestätigten dies und fanden passende Worte, um das St.-Gotthard-Gymnasium aus Schülersicht zu beschreiben: „Es ist eine moderne Schule, die alle Kommunikationsmöglichkeiten der Jetztzeit kennt, die durch die Ganztagsbetreuung geradezu freie Zeit schafft und dann viel mehr Freiräume für Hobbys lässt, als das an den `normalen´ Gymnasien ohne Ganztag der Fall ist. Es herrscht hier aber zudem eine innige Atmosphäre, die man anderswo nicht kennt. Und einen Heiligenschein haben wir trotz allem noch nicht.“

Schulleiter Lummer konnte den Besuchern im Anschluss voller Freude die unmittelbar bevorstehende Fertigstellung und Eröffnung des Erweiterungsbaus im Juli bekanntgeben. Zudem ist das St.-Gotthard-Gymnasium nunmehr seit drei Jahren um das gymnasiale Angebot eines naturwissenschaftlich-technologischen Zweigs mit den Profilfächern Chemie, Physik und Informatik erweitert und damit breit aufgestellt. Die gut in die Unterrichtsroutine der Lehrkräfte eingebundene hochmoderne Medienausstattung mit interaktiven Whiteboards sowie Dokumentenkameras und WLAN-Lösungen in den Klassenräumen entspricht bereits jetzt den Anforderungen an die digitale Bildung, z.B. dem Unterricht mit Tablet-PCs, wie sie für das neue G9 nun unumgänglich sind. Die Außenanlagen der Schule sind durch einen Bewegungsparcours, ein Fußball-Kleinfeld und Sitzgelegenheiten bestens zur Entspannung der Schülerinnen und Schüler geeignet und finden großen Anklang bei allen Jahrgangsstufen. Und mit dem nahezu fertiggestellten Erweiterungsbau können die neuen Fünftklässler noch viele Jahre von den modern ausgestatteten Klassenzimmern und Fachräumen profitieren.

In der musischen Ausbildungsrichtung stehen das Erlernen eines Instruments, z.B. Klavier, Streichinstrumente, Holz-, Blasinstrumente, sowie das Musizieren in den verschiedenen Ensembles, wie den verschiedenen Chören, der Big Band und dem Orchester im Zentrum. Dazu gehören auch Kunst und Theater zum Profil des musischen Zweigs. In der sprachlichen Ausbildungsrichtung werden die Fremdsprachen Latein, Englisch, Französisch sowie im Wahlunterricht Spanisch und Tschechisch erlernt. Darüber hinaus wird derzeit ein vielfältiges Angebot als Schule im MINT-Excellence-Netzwerk sowie als LASPO-Modellschule für den „Sportiven Ganztag“ bereitgestellt.

Individuelle Förderung im Bereich der Ganztagsstunden ist in den zahlreichen Intensivierungsstunden, Übungsphasen und Freiarbeiten viel besser möglich als an einer Halbtagsschule oder auch einer offenen Ganztagsschule. Insgesamt werden im Niederalteicher Stundenplan in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 pro Woche 46 Stunden, einschließlich von vier Essenszeiten am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag durchgeführt, was weit mehr ist, als die gymnasiale Stundentafel in den einzelnen Jahrgangsstufen vorsieht. So kann sich in Niederalteich jedes Kind individuell und den persönlichen Begabungen entsprechend entwickeln. „Wenn also Ihr Kind die Qualifikation für den Übertritt besitzt“, so drückte es Schulleiter Lummer aus, „dann geben Sie Ihrem Kind auch die Chance mit dem Gymnasium in der Champions League zu spielen. Der FC Bayern spielt ja auch nicht in der Euro-League, bloß weil das vielleicht auch reichen würde.“

Die gute Schulatmosphäre an der kirchlichen Privatschule in Trägerschaft der Abtei Niederaltaich, an der Angehörige aller Religionen und Konfessionen, aber auch Bekenntnislose gleichermaßen willkommen sind, hilft im besonderen Maße dazu, das Gymnasium erfolgreich absolvieren zu können. Mit der Aufforderung, „Machen Sie sich einen Eindruck und spüren Sie etwas vom Niederaltaicher Geist“, wünschte der Schulleiter den Schülern und Eltern viele inspirierende Erlebnisse und Begegnungen.

Lebhaftes Interesse hatten die Viertklässler am Schnupperunterricht in den Fächern Musik, Englisch, Latein und Mathematik. Der Ansturm auf die Einheit "Chemische Experimente" war so groß, dass die Arbeitsplätze kaum ausreichten. Dort luden verschiedene Stationen zum Experimentieren ein; die Übertrittsschüler konnten sogar selbst eine kleine Versuchsreihe durchführen und in Reagenzgläsern „Filmblut“ und „Tinte“ aus Leitungswasser herstellen. Nebenan gab es einen Einblick in das Fach Natur und Technik.

Im Neubau präsentierte das St.-Gotthard-Gymnasium vor allem die Neigungsgruppen, die von den Schülern der 5. und 6. Jahrgangsstufen besonders geschätzt werden, wie zum Beispiel die Neigungsgruppe "Mountainbike". In den Sporthallen konnten die Besucher Tennis, Biathlon, Badminton, Klettern oder Vertikaltücher ausprobieren. Im musikalischen Bereich gab es Proben des Orchesters, der Big Band, des Flötenensembles. An der Neigungsgruppe „Songs“ konnten sich die Viertklässler selbst beteiligen oder sich am Klavier betätigen. Weitere Stationen waren die Neigungsgruppen „Beobachten und Forschen“ und „Elektrobasteln“, das „Projekt SOFIA“ und „Jugend forscht“, das „Projekt Religion“ und die Klassenpatenschaften mit Betrawati in Nepal sowie Informationen zu den weiteren internationalen Kontakten und zur besonderen Form des Betriebspraktikums des St.-Gotthard-Gymnasiums. Die Neigungsgruppen „Filzen“, „Kreative Schmuckwerkstatt“ und „Upcycling“ vertraten den Bereich Kunst. Für die Viertklässler gab es auch Angebote zum Mitmachen in Mathematik / Physik, in Informatik, Englisch, Latein und Französisch. Erste-Hilfe-Maßnahmen wie die Herzdruckmassage konnten mit den Schulsanitätern und Herrn Moser von den Maltesern geübt werden. Viele Schüler aus den höheren Jahrgängen, insbesondere die SMV, die Tutoren, die Schülerzeitung und die Theatergruppen beteiligten sich engagiert an der Präsentation "ihrer" Schule. Lebhafte Gespräche mit Lehrern, Elternvertretern oder Schülern konnten den interessierten Besuchern ein authentisches Bild der Niederalteicher Schulfamilie vermitteln.

Am 3. Mai 2019 findet von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr ein „Instrumentenschnuppertag“ zur Wahl des Instruments am musischen Gymnasium statt. Die Einschreibung kann in der Woche vom 6. Mai bis 10. Mai 2019 erfolgen. Der Probeunterricht findet vom 14. Mai bis 16. Mai 2019 in Niederalteich statt. Formulare können bereits vorab auf der Homepage zur Einschreibung vorbereitet werden. Sie finden in der Rubrik „Übertritt“ auch weitere Informationen zur Einschreibung.