Niederalteicher Schüler beim Praktikum Chemie an der Universität Regensburg

Alljährlich bietet die Universität Regensburg interessierten Schülerinnen und Schülern des St.-Gotthard-Gymnasiums Niederalteich im Rahmen eines Schülerpraktikums die Gelegenheit, selbst chemische Versuche durchzuführen und damit Chemie an einer Universität hautnah zu erleben. Auch im Schuljahr 1016/17 wurde die Chance von drei Niederalteichern genutzt.

Hier ihr Bericht:

Am 19 und 20. September 2016 haben wir, Tobias Bayerl, Anna-Lena Heindl und Stefanie Vogl mit ca. 60 anderen Schülerinnen und Schülern am 16. Chemie-Schülerpraktikum an der Uni Regensburg teilgenommen. Im Vorfeld wurde ein Praktikumsskript verschickt, in dem alle Versuche beschrieben waren. Aus 15 möglichen Versuchen durfte man drei auswählen.

Wir haben uns für die Darstellung von Silicium, das Herstellen von Ferrofluiden und das Herstellen von Permangant entschieden. Wobei uns die Herstellung von Silicium am besten gefallen hat.

Hierzu wird nach Vermischen des Aluminiumpulvers mit dem Schwefel und Sand das gelb-graue Gemisch mit einer Zündmischung außerhalb des Gebäudes zur Reaktion gebracht. Mit weiß-blauer Flamme und Gasentwicklung war die spektakuläre Reaktion auch schnell wieder vorbei. Die gewonnene Schlacke wurde vorsichtig mit konzentrierter Salzsäure ausgewaschen, bis die schwarz-blauen Siliciumkristalle aus der schlammigen Lösung entfernt werden konnten.

Der Versuch mit den Ferrofluiden gelang uns leider nicht, was aber laut Aussage unseres Assistenten völlig normal ist, dass nicht alles klappt. Das Saubermachen der Gefäße stellte sich allerdings als sehr schwierig heraus, nur ein „Chemikaliencocktail" konnte da noch helfen.

Am zweiten Tag führten wir noch kleinere Versuche durch wie das Vergolden von Kupfermünzen oder das Herstellen von Aromen, die allerdings sehr künstlich rochen und kaum etwas mit dem echten Apfelgeruch zu tun hatten.

Im Laufe des Praktikums hatten wir auch die Möglichkeit uns Labore der Doktoranten anzuschauen. Wirklich sehr interessant, auch weil sie sich noch einmal sehr von den Chemielaboren, wo wir uns befanden, unterschieden.

Aber die wohl „coolste" (im wahrsten Sinne des Wortes) Erfahrung war, als wir Kekse und Schokolade in -200°C kalten, flüssigen Stickstoff tauchten und diese so schockfrosteten.

Zusammenfassend ist zu sagen: Es waren zwei sehr lehrreiche und interessante Tage, da man selbst an den Versuchen Hand anlegen konnte. Wir empfehlen allen kommenden Schülergenerationen es unbedingt auszuprobieren, auch wenn man nicht unbedingt vorhat Chemie zu studieren.

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