Schülerpraktikum Chemie des JungChemikerForums in Regensburg

Vier Schüler der Q12 des St.-Gotthard-Gymnasiums Niederalteich hatten die Gelegenheit, an einem Chemiepraktikum der Universität Regensburg teilzunehmen. Sie berichten:

Mit einem flauen Gefühl im Magen brachen wir am Donnerstag, den 25.09.2014, zum Schülerpraktikum Chemie an der Uni Regensburg auf. Gegen 8.45 Uhr trafen wir dort ein und wurden nach der obligatorischen Sicherheitsunterweisung auf die Laboratorien und unsere Assistenten, von denen jeweils einer eine vierköpfige Gruppe betreute, losgelassen.

Zuerst wurden wir mit den Laborgeräten vertraut gemacht, von den Erlenmeyerkolben bis zu den Rührfischchen. Anschließend begannen wir unter Anleitung unseres Assistenten mit der Herstellung von Acetylsalicylsäure (ASS), besser bekannt als Aspirin, dem Farbstoff Indigo und elementarem Blei. Nach dem Mittagessen in der Mensa holte unser Assistent für uns den Bleitiegel aus einem 1000°C (!) heißen Muffelofen. Wir hatten erfolgreich elementares Blei hergestellt, wenngleich wir uns eigentlich die alchemistische Umwandlung zu Gold erhofft hatten. Inzwischen waren wir so weit, Stofffetzen mit selbst hergestelltem Indigoblau zu färben. Die darauf folgenden Unterhaltungen mit Dozenten der Chemie-Fakultät bei Kaffee und Gebäck waren sehr erfrischend und informativ.

Am nächsten Tag fanden wir uns in neuer Frische um 9.00 Uhr c.t. in den nach Ammoniak stinkenden Laboratorien ein. Unsere mit Indigo gefärbten Stofffetzen waren inzwischen getrocknet und satt blau. Wir setzten die Herstellung von ASS fort, was uns aber leider als einziger Versuch nicht gelang, sodass wir statt weißer Kristalle eine orange, ölige Flüssigkeit erhielten. Davon abgesehen glückten aber alle weiteren Versuche. Gegen Ende des Praktikums hatten wir sogar noch Zeit übrig, sodass uns unser Assistent weitere Experimente zur Herstellung von aromatischen Estern zeigte. Außerdem stellten wir eine Lösung her, die ohne unser Zutun die Farbe wechselte, was uns sehr beeindruckte.

Insgesamt blicken wir auf 2 Tage voller chemischer Entdeckungen und Spaß zurück und verbleiben mit zwei Erinnerungen, die wir wohl nicht vergessen werden: Der Gestank von Ammoniak und dem Gefühl zu wissen, dass gerade annährend -200°C kalter flüssiger Stickstoff über die Hand läuft.

Vielen Dank dafür unserem Assistenten Daniel und den Organisatoren des Schülerpraktikums.

Stefanie Apfelbeck, Johanna Fredl, Judith Geyer, Martin Pletl

 

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