„Gesundheitscheck“ mit Bravour bestanden
St.-Gotthard-Gymnasium mit Zertifikat für „Nachhaltige Schulentwicklung“ vom Katholischen Schulwerk in Bayern (KSW) ausgezeichnet

Im Rahmen der Verleihung des Zertifikats für „Nachhaltige Schulentwicklung“ wurde dem St.-Gotthard-Gymnasium am 24.01.2018 durch das Katholische Schulwerk in Bayern nun auch ganz offiziell bestätigt: Das St.-Gotthard-Gymnasium ist ein Ort, an dem Menschen sich jeden Tag erfolgreich bemühen, den Schülern ein Rüstzeug an die Hand zu geben, damit sie ihren Lebensweg gelingend beschreiten können. Das St.-Gotthard-Gymnasium legt durch die überzeugende Arbeit Tag für Tag Grundlagen für einen erfolgreichen Bildungsweg der Schüler bis zum Abitur, das Niederalteicher Modell im rhythmisierten Ganztag kann den einzelnen Schüler in der individuellen Förderung besonders unterstützen.

Schulleiter Johann Lummer konnte zur Feierstunde neben Vertretern des Lehrerkollegiums sowie der Schüler- und Elternschaft auch mehrere Ehrengäste begrüßen, darunter Abt Marianus Bieber von der Benediktinerabtei Niederaltaich, dem Träger des St.-Gotthard-Gymnasiums, Kultusstaatssekretär Bernd Sibler, stellvertretenden Landrat und Fördergemeinschaftsvorsitzenden Josef Färber, Bürgermeister Albin Dietrich, Dr. Andreas Hatzung, Direktor des Katholischen Schulwerks Bayern, Dunja Müller, Referentin für Schulentwicklung und Evaluation im Schulwerk sowie Dr. Irmgard Schmidt und Albert Mederer vom Evaluationsteam.

Abt Marianus Bieber OSB ging in seinem Grußwort auf die Bedeutung der Schulbildung in der benediktinischen Ordensgemeinschaft ein. Diese Bildungsidee sei schon von Beginn an den benediktinischen Klöstern wichtig gewesen, so auch dem Kloster Niederaltaich gewissermaßen in den Gründungsauftrag geschrieben worden. Und auch heute noch sei die Erfüllung dieses Auftrages für die Benediktiner in Niederaltaich eine Selbstverständlichkeit, und so betont Abt Marianus Bieber, dass der Konvent das St.-Gotthard-Gymnasium auch weiterhin erfolgreich in die Zukunft führen wolle. In diesem Zusammenhang dankte er der gesamten Schulfamilie für ihren engagierten Einsatz für die Bildungseinrichtung.

„Wir sind in Bayern sehr stolz auf unsere privaten und vor allem die kirchlichen Schulen“, betonte Staatssekretär Bernd Sibler in seiner Ansprache. Auch wenn das Ordenspersonal in den letzten Jahren zunehmend weniger werde, habe man in Bayern einen guten Weg gefunden, damit umzugehen, auch was die Finanzierung betreffe. Zeige sich doch, dass die Pluralität im Angebot des Bildungsspektrums dringend notwendig sei.
In Sachen Ganztag könne das St.-Gotthard-Gymnasium quasi einen Führungsanspruch für ganz Bayern anmelden, so Sibler, schließlich sei in Niederalteich bereits im Jahr 1968 mit der Eröffnung des Tagesheims eine erste Form dieser Betreuung verwirklicht worden – lange bevor das Thema gesellschaftspolitische Aktualität bekommen hat.
Im Zusammenhang mit der Bewältigung der weitreichenden Folgen des Jahrhunderthochwassers im Juni 2013 sieht der Staatssekretär Sibler das St.-Gotthard-Gymnasium auf einem sehr guten Weg: Der dadurch notwendig gewordene Ersatzneubau nehme bereits Form an und werde künftig weiter zur positiven Außenwirkung der Schule beitragen. Die neu angeschaffte mediale Ausstattung mit interaktiven Whiteboards und Dokumentenkamera bedeute einen weiteren Pluspunkt für die Zukunft der Schule. „Die Zertifizierung belegt, dass vieles, was hier gemacht wird, Hand und Fuß hat und auf Langfristigkeit ausgelegt ist“, betonte Sibler, der der Schulfamilie zur Auszeichnung gratulierte.

Auf die Schulfamilie als ein „großes System“ verwies Schulleiter Johann Lummer, in dem sich immer wieder ein Stück weit die Frage stelle: Wie nimmt der Einzelne die Schule wahr? Er sei daher dankbar, mit der Evaluation durch das Katholische Schulwerk Bayern die Möglichkeit zu haben, jeden einzelnen dazu zu befragen. So könne Gelungenes gewürdigt und Entwicklungsfelder aufgezeigt werden. Es sei daher für ihn selbstverständlich, die Evaluation aufmerksam zu begleiten und Schlüsse für die Zukunft daraus zu ziehen, so Lummer. Man könne eine Evaluation wohl mit einem „Gesundheitscheck“ vergleichen, da man hier quasi eine Außen- und Innenaufnahme von der Schule erhalte.
Diese Aufnahme habe man auch genutzt, um einen speziellen Niederalteicher Ganztagsfragebogen mit zu platzieren, verriet der Schulleiter, und das Ergebnis sei, dass eine sehr große Akzeptanz des Modells in der Schulfamilie vorherrsche. „Kurz: Den Schülern und auch Eltern gefällt es, wie in Niederalteich Schule gemacht wird“.
Bei aller Dankbarkeit für das Erreichte, warten doch auch in Zukunft Herausforderungen auf die Schulgemeinschaft, so Lummer, und nannte hier die Stichworte Digitalisierung und sowie die Aktualisierung des Niederalteicher Modells im Rahmen des G9. Bezug nehmend auf den Zusammenhalt in der Schulfamilie, war er sich jedoch sicher, das Gotthard-Gymnasium erfolgreich in die Zukunft führen zu können.

Dunja Müller, Referentin für Schulentwicklung und Evaluation im Schulwerk, ging besonders auf die Zeit nach der Flut 2013 ein. „Sie lebten und unterrichteten in einem Provisorium, und tun dies zum Teil heute noch“, betonte sie und sprach allen Beteiligten ihren Respekt dafür aus, dass man sich neben den Mühen, die Hochwasserschäden zu beseitigen, gleichzeitig noch der Herausforderung der Evaluation gestellt habe. Das derzeit allgegenwärtige Thema „digitale Bildung“ könne am Gotthard-Gymnasium aufs Beste umgesetzt werden. Gleichzeitig nähmen auch die Bereiche Kunst, Kultur und Sport einen hohen Stellenwert ein.
Müller lobte das weitreichende Engagement aller Beteiligten, von der Schulleitung, über die Schulentwicklungsgruppe, die Lehrkräfte, das Schulpastoral, den Elternbeirat, die Fördergemeinschaft bis hin zu den Schülern selbst. Auch der Aspekt, dass das kirchliche Profil mit der Beteiligung am diesjährigen Festprogramm zum 100. Jubiläum der Wiedergründung der Abtei Niederaltaich geschärft werden soll, wurde positiv wahrgenommen.

Und dann war endlich der große Moment gekommen: Schulwerks-Direktor Dr. Andreas Hatzung überreichte die offizielle Zertifizierungsurkunde an Johann Lummer und Abt Marianus und betonte, diese Auszeichnung sei ein weiterer Stempel für die positive Außenwirkung des Gymnasiums.

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Auch Staatssekretär Bernd Sibler (6.v.r.) nahm an der Feierstunde in Niederalteich teil. Mit im Bild Schul- und Elternvertreter sowie Mitglieder des Katholischen Schulwerks. 

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Stolz präsentieren Johann Lummer (vorne, 2.v.l.) und Abt Marianus Bieber (l.) das offizielle Zertifikat. Mit ihnen freuten sich Josef Färber (v.r.), Michael Fritz (EBR), Dunja Müller (KSW), Robert Lehner (MAV), Dr. Andreas Hatzung (KSW) sowie die Schülersprecher Tabea Schmidt und Roland Geiger.

 

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